Was wir sehen ist nicht was wir sehen, sondern was wir sind

Dieses Zitat des portugiesischen Schriftstellers Fernando Pessoa drückt für mich aus, wie wir Menschen wahrnehmen, wie wir die Welt um uns herum sehen. 

Das was wir wahrnehmen ist kein passives Abbild dessen was da draußen in der Welt ist, sondern es ist eine aktive Selektionsleistung. Nicht nur auf der Wahrnehmungsebene, wir versehen die Wahrnehmung auch noch mit Sinn, indem wir Kausalität konstruieren.
Es handelt sich dabei also um ein aktives Zusammenbasteln von Realität. Wo immer wir etwas wahrnehmen lassen wir etwas weg, wir bringen etwas in den Vordergrund und nehmen den Hintergrund nicht wichtig. Jeder macht das nach seinen eigenen Werten und Bewertungen. Es geht um die Fokussierung der Aufmerksamkeit nach unseren Erfahrungen, Erwartungen und Prägungen. Wir müssen also unsere eigenen Wahrnehmungen hinterfragen und bewusst beobachten.

„In dir ist die ganze Welt und sonst gibt es keine.“ (Zen)

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